Jamaica

Volle Tanks aus vollem Herzen

August 03, 2020

Die Logos Hope ist auf der niederländischen Karibikinsel Curaçao angekommen, wo notwendige Überprüfungen auf dem Schiff durchgeführt werden müssen. Normalerweise werden diese Inspektionen für das Sicherheitszertifikat für Passagierschiffe während der jährlichen Wartungs- und Projektarbeitsphase in einem Trockendock durchgeführt, doch wegen der Corona-Pandemie wurde das abgesagt. Jetzt kann die Unterwasser-Inspektion von spezialisierten Tauchern durchgeführt werden, anstatt das Schiff dafür aus dem Wasser zu holen. Danach wird der weitere Fahrplan abgestimmt.

Vor der Abfahrt aus Jamaika wurden die Treibstofftanks aufgefüllt. Das war eine großzügige Spende aus dem viele Tausend Meilen entfernten Färöer. Dieser Inselstaat pflegt eine enge Beziehung zur Logos Hope. Viele seiner 50 000 Bürger waren vor Jahrzehnten schon auf unserem Schiff, als es noch als Autofähre zwischen Färöer, Norwegen, Dänemark und Island betrieben wurde.

Die Seefahrernation Färöer ließ sich von der neuen Nutzung ihres vertrauten Schiffes inspirieren und hat in den letzten Jahren regelmäßig Spenden für die Arbeit der Logos Hope gesammelt. Zusätzlich zu häufigen Fischspenden für den Speiseplan der Mannschaft an Bord wurde auch Geld für Treibstoff gesammelt.

„Das ist zu einer richtig guten Sache geworden, an der sich die Bevölkerung von Färöer gerne beteiligen. Sie begehen eine jährliche „Logos Hope-Woche“ mit Spezialveranstaltungen für die Sponsoren“, erklärt Myles Toews aus Kanada, der stellvertretende Leiter für Finanzentwicklung von OM Ships.

„Im christlichen Radio werden dann täglich Interviews über unsere Arbeit gesenden. Diverse Firmen kaufen Treibstoff als Sachspende und jedes Jahr kommt mehr zusammen“, erklärt Myles. „Wir können wirklich sehen, dass sie gerne Teil unserer Arbeit sind.“

356 Tonnen Treibstoff wurden in Kingston auf die Logos Hope gepumpt. Kapitän James Berry aus Großbritannien meinte dazu: „Wir haben hohe Betriebskosten und das ist ein riesiger Segen für uns, dass wir den Treibstoff bekommen, den wir zum Betreiben des Schiffes brauchen.“

In seiner Rolle als Schiffsdirektor durfte Randy Grebe aus den USA schon aus vielen verschiedenen Ländern Geschenke für die Schiffsarbeit entgegennehmen. „Wir bekamen landwirtschaftliche Produkte, symbolträchtigen Wandschmuck und Kunstwerke. Jedes dieser Geschenke ist einzigartig, wichtig, und wir schätzen das sehr“, sagt Randy. „Die Treibstoffspende erreicht direkt den Kernbereich unserer ganzen Organisation. Sie transportiert ganz wörtlich Bildung, Hilfe und Hoffnung zu Menschen weltweit. Das ist ein Geschenk, das sehr viel bewirkt.“