Jamaica

Online das Netz weit auswerfen

July 24, 2020

Markus aus Montenegro, der das dritte Jahr auf der Logos Hope ist und im Büchermarkt mitarbeitet, hilft seiner Heimatgemeinde über das Internet aus der Ferne.

Bevor Markus den Balkan verließ, wollte er seine kleine Gemeinde schon über Onlineplatformen wie Facebook, Instagram und YouTube mit mehr Menschen in Kontakt bringen, doch das scheiterte an den Kosten.

„Ich habe eine Ausbildung im IT-Bereich, verbringe viel Zeit vor dem Computer und bin auf den gängigen Onlineplatformen aktiv“, sagt Markus. „Deshalb dachte ich: Das können wir doch nutzen und damit mehr Menschen erreichen. Doch wir hatten nicht die Geräte und keine Mitarbeiter, die den Gottesdienst aufzeichnen konnten.“ Ein amerikanischer Freund von ihm arbeitete in Montenegro im Bereich Kommunikation. Er bot seine Hilfe dabei an, die Gemeinde ins Internet zu bringen. Markus erinnert sich: „Wir fingen mit Facebook an und als wir 1000 Besucher hatten, weiteten wir das auf andere Medien aus.“

Da wegen Corona gerade keine Treffen möglich sind, ist Markus froh, dass die Menschen in der Selbstisolation die Gottesdienste seiner Gemeinde über das Internet besuchen können. Im Büchermarkt der Logos Hope kann Markus gerade nichts für Außenstehende tun. Deshalb hat er gerade mehr Zeit und kann seiner Gemeinde trotz eines Zeitunterschieds von sieben Stunden helfen. Von Bord des Schiffes in Jamaika aus moderiert er die Social Media-Seiten seiner Gemeinde. Er lädt Bibelverse und Predigten für ein immer größeres Publikum hoch und das hat Markus dazu angeregt, dass er weitere Artikel schreibt, mit denen er die Menschen erreichen will.

„Das ist wirklich ermutigend für mich, dass ich Teil dieser Arbeit sein kann, weil wir nicht viele Mitarbeiter haben“, sagt er. „Die Leute trauen sich nicht in unsere Kirche, weil andere dann über sie reden würden. Doch online haben wir an einem Sonntag mehr als 8500 Menschen erreicht. Das ist eine Menge in einem Land mit einer Bevölkerung von gut 600,000 Menschen!“